Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: Juni 2026

§ 1 Geltungsbereich, Begriffe

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für sämtliche Verträge über die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform „Shoploop" (nachfolgend „Plattform" oder „Dienst") zwischen der MH Onlinehandel GmbH, Hauptstraße 28, 15806 Zossen (nachfolgend „Anbieter") und dem Kunden.

(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB ist ausgeschlossen.

(3) Abweichenden oder ergänzenden Geschäftsbedingungen des Kunden wird widersprochen. Sie werden nur Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich schriftlich zustimmt.

§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungen

(1) Der Anbieter stellt dem Kunden über das Internet eine Plattform zur Optimierung von Google-Shopping-Produktdaten und -Kampagnen zur Verfügung. Der Funktionsumfang umfasst – je nach gebuchtem Leistungspaket – insbesondere die Optimierung von Produkttiteln und -beschreibungen, die Ergänzung von Produktattributen, die KI-gestützte Bildoptimierung, die Vergabe von Performance-Labels sowie die Bereitstellung von Auswertungen.

(2) Optimierungsergebnisse werden über einen vom Kunden in seinem Merchant Center hinterlegten Zusatz-Feed (Supplementary Feed) ausgeliefert. Der Anbieter nimmt keine schreibenden Änderungen am Primär-Feed des Kunden vor.

(3) Eine bestimmte wirtschaftliche Wirkung (z. B. Umsatz- oder Kostenveränderungen) ist nicht geschuldet. Angaben zu erzielbaren Einsparungen sind unverbindliche Erfahrungswerte.

(4) Der Anbieter ist berechtigt, die Plattform weiterzuentwickeln und Funktionen anzupassen, soweit der vertragliche Kernnutzen erhalten bleibt.

§ 3 Vertragsschluss, Testphase

(1) Die Darstellung der Plattform stellt kein bindendes Angebot dar. Der Vertrag kommt durch Registrierung und Freischaltung des Kundenkontos bzw. durch Bestätigung der Bestellung durch den Anbieter zustande.

(2) Der Anbieter kann eine kostenlose Testphase von sieben (7) Tagen anbieten. Sofern der Kunde nicht vor Ablauf der Testphase kündigt, geht das Nutzungsverhältnis in ein kostenpflichtiges Abonnement gemäß § 4 über. Auf diese Folge wird vor Beginn der Testphase hingewiesen.

§ 4 Preise und Zahlung

(1) Die Nutzung erfolgt im Rahmen eines Abonnements. Sofern nicht anders vereinbart, beträgt das Entgelt 99 € pro Monat zzgl. der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer. Alle Preise verstehen sich als Nettopreise.

(2) Das Entgelt ist im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum fällig. Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe. Der Kunde stellt sicher, dass ein gültiges Zahlungsmittel hinterlegt ist.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, die Entgelte mit Wirkung für künftige Abrechnungszeiträume anzupassen. Entgeltänderungen werden dem Kunden mindestens sechs (6) Wochen vor Wirksamwerden in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht und nutzt den Dienst weiter, gilt die Änderung als angenommen; im Fall des Widerspruchs kann jede Partei zum Wirksamkeitszeitpunkt kündigen.

(4) Gerät der Kunde mit der Zahlung in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Plattform nach vorheriger Ankündigung zu sperren.

§ 5 Laufzeit und Kündigung

(1) Das Abonnement wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann von beiden Parteien mit einer Frist von einem (1) Tag zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums (Monats) gekündigt werden, sofern keine abweichende Laufzeit vereinbart wurde.

(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

(3) Kündigungen bedürfen mindestens der Textform (z. B. E-Mail) oder können über die in der Plattform bereitgestellte Funktion erklärt werden.

§ 6 Verfügbarkeit

(1) Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit der Plattform, schuldet jedoch keine ununterbrochene Verfügbarkeit. Ausgenommen sind insbesondere Zeiten geplanter Wartung sowie Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters (z. B. höhere Gewalt, Ausfälle von Vorleistern oder Drittanbieter-Schnittstellen wie Google-APIs).

(2) Der Anbieter kann notwendige Wartungsarbeiten durchführen und wird planbare Einschränkungen nach Möglichkeit ankündigen.

§ 7 Pflichten und Mitwirkung des Kunden

(1) Der Kunde benötigt eigene, ordnungsgemäß eingerichtete Konten bei den jeweiligen Drittanbietern (insbesondere Google Ads und Google Merchant Center) und erteilt die erforderlichen Zugriffsberechtigungen.

(2) Der Kunde ist für die Richtigkeit, Rechtmäßigkeit und Pflege der von ihm bereitgestellten Daten und Produktinformationen verantwortlich und stellt sicher, dass er zur Nutzung und Verarbeitung berechtigt ist.

(3) Der Kunde hält Zugangsdaten geheim und schützt sie vor dem Zugriff Dritter. Er beachtet die jeweils geltenden Richtlinien der eingebundenen Plattformen (z. B. Google-Richtlinien).

§ 8 Nutzungsrechte

(1) Der Anbieter räumt dem Kunden für die Vertragslaufzeit das nicht ausschließliche, nicht übertragbare Recht ein, die Plattform im vereinbarten Umfang zu nutzen.

(2) Alle Rechte an der Plattform, der Software, den Marken und Inhalten verbleiben beim Anbieter bzw. den jeweiligen Rechteinhabern. Eine über die Vertragsnutzung hinausgehende Verwertung ist nicht gestattet.

§ 9 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit und nach dem Produkthaftungsgesetz.

(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

(3) Eine weitergehende Haftung ist ausgeschlossen. Insbesondere haftet der Anbieter nicht für ausgebliebene wirtschaftliche Erfolge, entgangenen Gewinn oder mittelbare Schäden, soweit nicht nach Absatz 1 zwingend gehaftet wird. Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur in dem Umfang, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden entstanden wäre.

§ 10 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten gemäß der Datenschutzerklärung. Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet, schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO.

§ 11 Vertraulichkeit

Die Parteien behandeln vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich und verwenden sie nur für Zwecke der Vertragsdurchführung. Dies gilt nicht für Informationen, die offenkundig sind oder aufgrund gesetzlicher Verpflichtung offengelegt werden müssen.

§ 12 Änderungen dieser AGB

Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies zur Anpassung an geänderte rechtliche oder technische Rahmenbedingungen erforderlich ist und der Kunde dadurch nicht unangemessen benachteiligt wird. Änderungen werden dem Kunden mindestens sechs (6) Wochen vor Wirksamwerden in Textform mitgeteilt. Sie gelten als angenommen, wenn der Kunde nicht innerhalb von sechs (6) Wochen widerspricht; auf diese Folge wird gesondert hingewiesen.

§ 13 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist – soweit gesetzlich zulässig – der Sitz des Anbieters (Potsdam).

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Änderungen und Ergänzungen bedürfen mindestens der Textform.

← Zurück zur Startseite